Big Little Lies – Ein Euphorisches Review

Okay Leute, ich tippe das hier unmittelbar, nachdem die Credits der letzten Folge von Staffel 1 von Big Little Lies lief. Dementsprechend kann das hier alles ein bisschen von Emotionen getrieben sein und wenn ich morgen darüber geschlafen habe, werde ich denken „Soo toll wars auch nicht.“ aber darum schreibe ich das genau jetzt. Diese Reaktion ist pure Euphorie und das muss ich fest halten. Wenn ihr es also nicht mögt, wenn euch jemand für etwas hyped, dass ihr vielleicht am Ende gar nicht mögt, lest lieber nicht weiter.

Den größten Klopper gleich zu Beginn: Die erste Season von Big Little Lies ist perfekt! Da das nun aus dem Weg ist können wir los legen.
In Big Little Lies geht es um eine Hand voll reiche Eltern – vor allem Mutter – im kalifornischen Monterey. Gleich in der ersten Folge erfährt der Zuschauer, dass es bei der alljährlichen Trivia Night einen Mord unter den Eltern gegeben hat, wer Opfer und wer Täter ist, erfahren wir nicht. Im Folgenden werden die Ereignisse erzählt, die vielleicht oder vielleicht auch nicht zu dieser Tat führten.
Zugegeben, die Synopsis und der Titel klingen ein bisschen wie Gute Zeiten Schlechte Zeiten mit Mord. Und ehrlich gesagt, ist es das auch irgendwie. Jedenfalls wäre es das, wenn bei GZSZ ein gigantischen Budget und sehr fähige Leute am Werk wären.

Bei einem Cast aus Nicole Kidman, Reese Witherspoon, Shailene Woodley, Zoë Kravitz, Laura Dern und vielen anderen Schauspieler*Innen ist sicher niemand überrascht, dass das Schauspiel in BLL einfach phantastisch ist. Aber auch die Kinderschauspieler*Innen haben mich überzeugt, wie es selten passiert ist. Allen voran der kleine Iain Armitage hat mich umgehauen. Seine Chemie mit Serien Mutter Shailene Woodley ist unvergleichlich.

Das Zusammenspiel des guten Schauspiels und des wunderbaren writings haben hier für die glaubwürdigsten Figuren, die ich seit langem sah gesorgt. Alle Personen haben ihre Fehler und Macken. Niemand ist so perfekt wie sie es gerne von sich selbst behaupten würden. Trotzdem kann man fast jede Motivation und Handlung irgendwie nachvollziehen.

Die Geschichte ist gleichermaßen lustig, traurig, aufwühlend und spannend. Die großen und kleinen Probleme der Bewohner von Monterey lassen den Zuschauer regelmäßig den Kopf schütteln oder aber mit der Hand vor dem Mund und aufgerissenen Augen auf den Bildschirm starren. Alle Episoden sind gespickt mit bissigen Kommentaren von Eltern und Lehrern die wegen des Mordes interviewt werden. Diese runden die Geschichte wunderbar ab.
Spätestens wenn man mit der Show durch ist, wird einem klar, dass das clevere Editing die Auflösung schon längst angeteasert hat, dem Zuschauer war es nur nicht bewusst.

Der Soundtrack besteht aus hauptsächlich sehr ruhigen Songs, die aber abwechslungsreicher nicht sein könnten. Von Klassikern wie „How deep is your love“ von den Bee Gees zu modernen Liedern wie „River“ von Leon Bridges ist der OST gespickt Titeln, zu denen man zumindest rhythmisch nicken möchte, meistens aber eher einen romantischen slow dance hinlegen will. Hier ist übrigens eine klasse Playlist, wenn ich mal rein hören wollt.

Nach all dem Lob muss es doch etwas geben, was nicht perfekt war?! Okay, okay! Der Maincast war abgesehen von Kravitz so weiß wie man ihn sich nur vorstellen kann. Aber das wahr irgendwie auch the whole Point. Weiße Menschen – mit zum Teil – lächerlich weisen Problemen. Trotzdem hätte man da sicher noch mehr raus holen können. Ganz gleich wie es in der Buchvorlage gehandhabt wird.

Zunächst war Big Little Lies als abgeschlossene Miniserie angedacht. Scheinbar hat der Erfolg aber dafür gesorgt, dass eine zweite Staffel produziert wurde. Ich brauche das ehrlich gesagt nicht. Die erste ist als Gesamtpaket einfach wholesome. Ich bin wirklich nicht sicher, ob mehr will, obwohl Meryl Streep in Staffel zwei wohl eine größere Rolle spielt…

Habt ihr Big Little Lies gesehen? Klingt das wie etwas, dass euch gefallen könnte und habt ihr vor euch das noch zu sehen? Schreibt mir euer Feedback doch gern auf Twitter.

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